Klaus Schellenberg will „Bewährtes erhalten und Neues gestalten“

31.10.2018

Kurz vor der bevorstehenden Bürgermeisterwahl am 11. November hat Amtsinhaber Klaus Schellenberg am Freitagabend vor rd. 200 Mitbürgerinnen und Mitbürgern in der Schloß-Halle Bilanz gezogen und einen Ausblick gewagt.

Auf die Ausschreibung im Staatsanzeiger sei nur eine Bewerbung eingegangen, gab Bürgermeisterstellvertreter Harald Schmid bekannt. Diese war vom Amtsinhaber Klaus Schellenberg.Daher werde in der angesetzten Kandidatenvorstellung an diesem Abend „eher ein Rechenschaftsbericht“ über dessen zurückliegende Amtszeit vorgelegt „und zukünftige Aufgaben vorgestellt“ werden, so die Ankündigung.
Zunächst zeigte sich Schmid zufrieden, dass in Sachen Schultes in Wurmlingen Kontinuität herrscht: „In 52 Jahren hatten wir nur zwei Bürgermeister“, hatte er kurz überschlagen. Auf 36 Jahre Otto Ziegler folgten immerhin schon 16 Jahre Klaus Schellenberg an der Spitze der Gemeinde. Und einen mutmaßlichen Grund für die konkurrenzlose Kandidatur lieferte er auch: Vor acht Jahren hatte Schellenberg mit 99,79 Prozent der abgegebenen Stimmen „ein überragendes Wahlergebnis“. Dazu kommt die offensichtliche Harmonie im Gemeinderat: „Wir freuen uns außerordentlich, dass Sie sich entschlossen haben zu kandidieren“, hatte Schmid kürzlich im Gemeinderat bekannt. Und der Gemeinderat lieferte im Vorstellungs-abend den Beweis für das gegenseitige Vertrauen: Er war in mehr als beschlussfähiger Stärke – nur ein einziger hatte sich wegen eines anderen Termins entschuldigt – mitten unter den zahlreich gekommenen Bürgerinnen und Bürgern.

Eine „konstruktive Zusammenarbeit“ attestierte Bürgermeister Schellenberg indes auch dem Gemeinderat und dankte dafür. Und in seinem „Wahlwerbeblock“ bat er um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler und hoffte auf eine hohe Wahlbeteiligung. Beides sei für ihn „beim Gang zu Behörden“ ein „nicht zu unterschätzender Rückhalt“. Er werde sich auch in Zukunft mit seiner ganzen Kraft für die Gemeinde einsetzen und seine „langjährige kommu-nalpolitische Erfahrung einbringen“. Bei seiner Arbeit könne er auf eine gute und trotzdem „schlanke“ Verwaltung mit einem engagierten Team setzen.

In seiner Präsentation ging er auf die fünf Themenblöcke Soziales, Finanzen, Natur und Umwelt, Bauen und Entwicklung und Gemeinschaft und Vereine ein. Und zu jedem Block kam neben dem Rückblick auch der Ausblick mit den wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre. Bereits „auf die Gleise gestellt“ sei der Bau eines neuen Kindergartens. In Arbeit genommen seien bereits das Starkregen-Management und ein Hochwasserschutz-Konzept sowie die Erschließung eines weiteren Tiefbrunnens. Daueraufgabe sei die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen und damit verbunden die Gewerbeansiedlung. Bereits auf der Agenda stehe auch der Bau eines Feuerwehr-Gerätehauses.
„Wir sind nach wie vor schuldenfrei“, dank einer soliden Haushaltsführung, hatte Bürger-meister Schellenberg im Block Finanzen angeführt. Trotzdem konnte er auf Investitionen von 16 Millionen Euro, sowie 2,1 Millionen erhaltene Fördermittel in seiner zweiten Amtszeit verweisen.
Und für alle, die ihn noch nicht kennen sollten, hatte Klaus Schellenberg auch noch einige persönliche Daten, seinen beruflichen Werdegang und seine mittlerweile vielfältige Vernet-zung in verschiedensten Aufgaben und Ämtern parat.

„Sie können unserem Schultes jetzt Fragen stellen“, hieße es am Ende. Aber da musste Harald Schmid eine Pause einbauen, „um a bissle Mut“ zu entwickeln“. Aber die Zuhörer schienen ausreichend Informationen erhalten zu haben. Nur zwei meldeten sich dann doch. „Glasfaser, wie sieht es damit aus“, war die eine Frage, die der Kandidat sehr profund und detailliert be-antwortete. Und die andere geriet eher zum Lob: „Sie haben eine überragende Leistungsbilanz vorgelegt“, sagte dieser. Um anzumerken, dass die öffentlichen Anlagen noch besser gepflegt werden könnten.

Zum Schluss dankte Bürgermeister-Stellvertreter Harald Schmid dem Schultes sowohl für dessen straffe und kurzweilige Ausführungen, aber auch für die gute, solide und vielfältige Arbeit und das konstruktive Miteinander mit dem Gemeinderat in seiner bisherigen Amtszeit. Sein Dank galt aber auch dem aufmerksamen und trotz nur einem Bewerber doch erfreulich zahlreichen Publikum. Ebenso aber auch dem Musikverein für die musikalische Unterhaltung, dem Gasthaus Traube für die Bewirtung und den Bediensteten der Gemeinde für das Herrich-ten der Halle.
Ein ganz besonderes Anliegen war ihm aber am Schluss noch einmal der Aufruf an alle Wäh-lerinnen und Wähler, ihr Wahlrecht zu nutzen, am 11. November zur Wahl zu gehen oder zumindest auch per Briefwahl die Stimme abzugeben. Gerade so könne man mit einer hohen Wahlbeteiligung auch das Interesse an der Gemeinde bekunden und den Wurmlinger Bürger-meister mit einem guten Rückhalt in der Bevölkerung stärken.

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