Die Gemeinde würdigte das ehrenamtliche Engagement

28.11.2018

Erfolgreiche und vor allem junge Sportler sowie Musiker aus der Gemeinde wurden am Freitagabend vorletzter Woche von der Gemeinde im vollbesetzten Kleinen Saal der Schloss-Halleausgezeichnet. Mit Preisen gewürdigt wurde außerdem das ehrenamtliche Engagement der Kooperation der musiktreibenden Vereine mit der Schulesowie die wertvolle Arbeit der Ini-Asyl.

„Das Ehrenamt ist in Wurmlingen sehr ausgeprägt und prägt ganz wesentlich unsere Gemeinde.“, so Bürgermeister Schellenberg in seiner Begrüßung.„Deshalb ist es dem Gemeinderat ganz wichtig, dieses ehrenamtliche Engagement zu würdigen, aber auch herauszustreichen. Viele, die zahlreichen Stunden im Ehrenamt einbringen, erfahren oft kein Dankeschön. Wenn denn ein Dankeschön erfolgt, erfährt dies oft der Vorsitzende oder die Vorsitzende aber die vielen, die im Hintergrund oftmals ganz ganz wichtige und wertvolle Arbeit leisten, finden weniger Beachtung. Viele die zum Gelingen eines Projekts oder einfach für die Umsetzung des Jahresprogramms ihren Teil beitragen, die immer Ja sagen und zur Verfügung stehen, wenn man sie braucht, werden dabei oft nicht gesehen. Wer denkt schon immer an die fleißigen ehrenamtlichen Helfer, die Woche für Woche das gesamte Jahr hinweg selbstlos zur Verfügung stehen und tatkräftig Hand anlegen, wo immer sie auch gebraucht werden. Ob dies die eigene Vereinsveranstaltung ist, die Probe, das Training, die Jugendarbeit und viele viele andere Aktivitäten die das Leben in unserer Gemeinde einfach reicher machen.

Ohne diesen Einsatz und dieses ehrenamtliche Engagement wäre Wurmlingen ärmer und die Lebensqualität sicherlich in unserer Gemeinde ein ganzes Stück weit bescheidener.
Viele Impulse ob im kulturellen, sozialen oder auch sportlichen Bereich gehen von diesem Ehrenamt aus. Ob Musik, die Heimat und Brauchtumspflege, das kulturelle Leben, der Sport, die Jugendarbeit, die Arbeit in den Kirchen, die Arbeit in den Parteien und vieles vieles andere mehr, die Vereine, Institutionen und ihre Mitglieder machen das Leben in unserer Gemeinde reiche und vielfältiger und dafür möchten wir heute Abend Danke sagen und natürlich auch unser Kompliment und unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“, so der Bürgermeister lobend.

Ehrung ganz besonderer Leistungen im Bereich Sport und Musik


Auch in diesem Jahr konnte der Bürgermeister wieder eine ganze Anzahl junger Menschenfür deren besondere musikalische oder sportliche Leistungen hervorheben und mit Medaillen und Anerkennungspreise auszeichnen, die gleichzeitig damit auch Beispiel und Vorbild für andere seien.

Die Gemeinde würdigte sportliche Erfolge, von Bezirksmeisterschaften über Landestitel bis hin zu Deutschen Meisterschaften und sogar eine Weltmeisterschaft. Dafür gab es Gold-, Silber oder Bronze-Medaillen.
Ringen: Radu Balaur, Jan Sutor, Moritz Renner (alle Bronze), DumitriuTulbea, Mustafa Gentrit, Leon Henle (alle Silber), Mustafa Endrit, Robin Krause, Markus Möll, Leon Gerstenberger (alle Gold). Inliner: Samira Weiss (Silber). Minigolf: Silvia Schumacher (Silber), Sarah Schumacher (Jugend-Weltmeisterin, Gold). Triathlon: Jan Diener, Eric Diener (beide Gold).

Anerkennungspreise gab es für herausragende Leistungen im musikalischen Bereich. Diese gingen an Lorenz Höppner, Kevin Gettinger, Dorothee Höppner, Julie Münster, Maja Lindner und Rafael Diesch.
Für ihre hervorragenden Leistungen wurden junge Sportler und Musiker von Bürgermeister Klaus Schellenberg (rechts) ausgezeichnet.
Für ihre hervorragenden Leistungen wurden junge Sportler und Musiker von Bürgermeister Klaus Schellenberg (rechts) ausgezeichnet.

Kulturpreis

Neben der Anerkennung im sportlichen und im musikalischen Bereich hat der Gemeinderat beschlossen, in diesem Jahr einen Kulturpreis an die Kooperation der musiktreibenden Vereine zu überreichen. Mit einem „gemeinsamen Schulterschluss“ hätten vor fünf Jahren der Musikverein, der Harmonikaverein und der Fanfarenzug sowie die Konzenbergschule und die Musikschule Tuttlingen „eine beispielgebende Konzeption entwickelt“. Mit dieser solle ein in den Stundenplan integrierter „niederschwelliger Zugang zur Musik“ geschaffen werden. „Jedem Kind ein Instrument“, sei dabei das Leitmotiv. Mit einer breiten Unterstützung aus den Vereinen und einem großartigen ehrenamtlichen Engagement werde dies mit sichtbarem Erfolg umgesetzt.

Sozialpreis

Der Sozialpreis wurde an die Ini-Asyl verliehen. Deren Hilfe sei „wesentlich und wichtig“ gewesen, als die Flüchtlingswelle Wurmlingen erreichte. Das „kleine Rathaus“ hätte die damit verbunden Aufgaben allein gar nicht geschultert. Er freue sich außerordentlich, dass es über die Ini-Asyl gelungen sei, eine sehr große Gruppe und Gemeinschaft an Ehrenamtlichen aufzubauen. Mit einem „außergewöhnlichen Engagement“ – immer wenn sie gefordert war – hätten diese sich eingebracht. Von der Unterstützung bei Behördengängen, Arzt- oder Krankenhausbesuchen, Sprachunterricht und bei der Organisation des alltäglichen Lebens, habe die Hilfestellung gereicht. „Und: Sie habe immer Wert darauf gelegt, dass ihre Hilfe „Hilfe zur Selbsthilfe“ für „ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit“ sei.

„Für eine erfolgreiche Integration braucht es das ganze Dorf“, wies in ihrem Dank Christel Butsch-Ilg, Koordinatorin bei der Ini-Asyl, auf die Gemeinschaftsaufgabe, die Integration der Flüchtlinge, hin. Ihre Gruppe freue sich über die mit dem Preis verbundene Wertschätzung durch die Gemeinde. Mit mehr als 100 Flüchtlingen sei „ein Stück des Weges zusammen gegangen worden“. Dabei habe man sich stets auf die unbürokratische Hilfe der Gemeinde verlassen können. Außerdem habe diese rechtzeitig einen Integrationsmanager eingestellt. Ferner danke sie der „vielfältigen Unterstützung durch die Kirchengemeinden, die Kindergärten und die Schule. Auf diese baue die Initiative auch in der Zukunft.

An die Vertreter der Kooperation der musiktreibenden Vereine übergab Bürgermeister Schellenberg (rechts) den mit 250 Euro dotierten Kulturpreis. Die Ini-Asyl und deren Mitglieder wurden für ihr vorbildliches Engagement mit dem Sozialpreis ausgezeichnet
An die Vertreter der Kooperation der musiktreibenden Vereine übergab Bürgermeister Schellenberg (rechts) den mit 250 Euro dotierten Kulturpreis. Die Ini-Asyl und deren Mitglieder wurden für ihr vorbildliches Engagement mit dem Sozialpreis ausgezeichnet
Im anschließenden Unterhaltungsprogramm traten „De Michel und Frau Pflug“ auf. Sie boten in ihrem Kabarett „Blödsinn mit Verstand“ - von derb bis nachdenklich und zwischendurch auch eindeutig zweideutig.

Viele der Gäste nutzten an diesem Abend sowohl die Pause und insbesondere den abschließenden Ausklang bei Butterbrezeln, Zopfbrot und Getränken, sich ganz ungezwungen auszutauschen und zu unterhalten und den Abend ganz einfach in freundschaftliche und sehr kommunikativer Atmosphäre zu genießen. Dementsprechend zollten auch viele dem Bürgermeistert und der Gemeinde ein großes Lob und aufrichtiges Dankeschön, den Ehrenamtlichen einen solchen Abend zu bieten.

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