Gestaltung von Vorgärten

24.06.2020

„Schottergärten sind pflegeleicht!“ Diesen Satz hört man immer wieder. Tatsächlich machen aber diese grauen Flächen mit der Zeit mehr Arbeit als standortgerechte bepflanzte Vorgärten.

Aus einer repräsentativen Marktstudie der GfK geht hervor, dass das Hauptmotiv für einen Schottergarten tatsächlich deren vermeintliche Pflegeleichtigkeit ist. Dabei ist das ein Druck-schluss. Den schon bald fällt organisches Material – also Samen und Blätter – zwischen den Schotter und den Splitt. Dort verrottet es und bildet eine Humusschicht, die hartnäckigen Un-kräutern, aber auch Flechten und Moosen ideale Bedingungen zum Wachsen bieten. Diese dann wieder zu entfernen, gestaltet sich als schwierig und langwierig. Auch ein Unkrautvlies hilft dabei nichts.

Versiegelte und verschotterte Vorgärten machen nicht nur viel Arbeit, sondern haben zudem spürbar negative Auswirkungen auf ihre Umgebung. Zum einen heizen sie sich während das Tages stark auf und geben diese Hitze nachts wieder ab, dies direkt am Haus. Zum anderen nehmen sie Regenwasser nur bedingt auf, bzw. sorgen für Störungen im natürlichen Wasser-kreislauf. Die Folge ist, dass das Oberflächenwasser nicht mehr zur Verdunstung zur Verfü-gung steht. Damit beeinflussen Sie direkt auch das Kleinklima. Darüber hinaus bieten Schot-ter, Kies und Split der Tierwelt werde Nahrung noch Rückzugsorte. Gerade in Zeiten, in de-nen der Vogelrückgang sowie das Insektensterben in aller Munde ist, spielen diese Aspekte eine immer gewichtigere Rolle. Verschiedene Kommunen diskutieren deshalb auch über ein Verbot von versiegelten Vorgärten. Im Gemeinderat wurde bereits darüber beraten und man ist davon überzeugt, das Verbot der falsche Weg sind. Jeder hat die Möglichkeit die Flächen frei zu gestalten dennoch soll über die positiven Wirkungen von abwechslungsreich bepflanz-ten und individuell in Vorgärten gesprochen und diese hervorgehoben werden. Pflanzen neh-men Regenwasser auf und verdunsten es über ihre Blätter. Auf diese Weise kühlen sie die Luft merklich. Sie binden aber auch Feinstaub und produzieren Sauerstoff, bieten Insekten und Vögeln wichtige Nahrung sowie Verstecke und Lebensraum. Bäume und hohe Gräser sorgen für Privatsphäre, indem sie die Fenster oder den Eingangsbereich vor neugierigen Bli-cken abschirmen oder bieten angenehmen Schatten. So möchten wir daran appellieren, dass jeder seinen kleinen Beitrag dazu leisten kann.

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